Mit Tierschutz im Zusammenhang mit der Produktion von Lebensmitteln beschäftigen wir uns am Institut vor allem im Zusammenhang mit der Schlachtung von Nutz- und der Erlegung von Wildtieren.

ProjektEntwicklung einer App-Anwendung zur Verbesserung der Organisation und Kommunikation zwischen den Akteuren der mobilen Schlachtung (MoSA)

Projektbeschreibung

 

Mobile Schlachtungen erfordern eine gute Kommunikation und enge Zusammenarbeit zwischen Fleischer:innen, Landwirt:innen, Tierärzt:innen und Behörden. In der Praxis zeigt sich, dass die Organisation aller Beteiligten eine Herausforderung bei der mobilen Schlachtung darstellen kann.

Ziel des Projektes ist es, anhand von digitalen Lösungsansätzen im Rahmen der Entwicklung einer mobilen Anwendung (kurz App) auf entsprechenden Endgeräten eine gemeinsame Schnittstelle für die unterschiedlichen beteiligten Akteure zu schaffen. Somit soll die Zusammenarbeit und Vernetzung untereinander verbessert bzw. vereinfacht werden.

Laufzeit2024 – 2027
Ansprechpartner

Dr. Philipp Rolzhäuser, Prof. Dr. Ahmad Hamedy

Stefanie Wolter, Martin Köthe

  
Projektbeteiligung

Aufruf zur Projektbeteiligung - Info-Flyer
PDF 213 KB

Umfrage zu Anforderungen an die zu entwickelnde App

  
VeranstaltungenProjektvorstellung am 02.09.2024 (online, 19 Uhr)
PDF 470 KB
zur Vergrößerungsansicht des Bildes: Kombilogo BMLEH und BLE
Kombilogo BMLEH und BLE
ProjektNeuentwicklung einer mobilen kombinierten Betäubungs-, Entblute-, und Transportvorrichtung für die mobile Schlachtung unter Berücksichtigung des Optimierungsbedarfs hinsichtlich des Tierschutzes auf dem Markt verfügbarer Betäubungsboxen (OptiFix)

Projektbeschreibung

 

Bei hofnahen Schachtungen kann transport- und schlachtungsbedingter Stress reduziert bzw. vermieden werden. Für die Betäubung mittels Bolzenschuss kommen dabei Betäubungsboxen zur Fixierung der Tiere zum Einsatz. Bei der wissenschaftlichen Begleitung mobiler Schlachtungen wurden punktuell Optimierungsbedarfe an der Gestaltung solcher Betäubungsboxen erkannt.

Ziel des Projektes ist zunächst eine systematische Identifizierung von Verbesserungspotenzial und eine sich daran orientierende Neuentwicklung, Konstruktion und Erprobung einer optimierten Betäubungsbox, die zudem auch für die Enblutung und den Transport genutzt werden kann.

Laufzeit2024 – 2026
Ansprechpartner

Dr. Philipp Rolzhäuser, Prof. Dr. Ahmad Hamedy

Stefanie Wolter, Theresa Mörig, Martin Köthe

  
Projektbeteiligung

Aufruf zur Projektbeteilgung - Info-Flyer
PDF 207 KB

Umfrage zum Optimierungsbedarf von Betäubungsboxen

  
VeranstaltungenProjektvorstellung am 02.09.2024 (online, 19 Uhr)
PDF 470 KB
zur Vergrößerungsansicht des Bildes: Kombilogo BMLEH und BLE
Kombilogo BMLEH und BLE
zur Vergrößerungsansicht des Bildes: Ultraschalluntersuchung zur Erfassung fetometrischer Parameter an einer tragenden Sau, Foto: Haller
Ultraschalluntersuchung zur Erfassung fetometrischer Parameter an einer tragenden Sau, Foto: Haller
ProjektDie Altersbestimmung von Schweinefeten vor dem Hintergrund des Tierschutzvollzuges sowie weiterer Aspekte im Zusammenhang mit Transport und Schlachtung von trächtigen Tieren

Projektbeschreibung

 

Das Schlachten trächtiger Tiere ist in Deutschland bis dato nicht verboten. Jedoch dürfen weit fortgeschritten tragende Tiere (über 90 % der Trächtigkeit) nicht transportiert und Tiere, die sich im letzten Trächtigkeitsdrittel befinden, nicht zur Schlachtung abgegeben werden. Um Tierschutzverstöße vor diesem Hintergrund ahnden zu können, ist eine Altersbestimmung der Feten erforderlich.

Ziel des Forschungsprojektes ist es, valide Daten zur Altersbestimmung von Schweinefeten zu generieren.

Die Datenakquise erfolgt in zwei Erfassungsebenen. Zunächst werden zu bestimmten Trächtigkeitstagen fetometrische Parameter per Ultraschalluntersuchung an trächtigen Sauen erhoben. In einer zweiten Ebene werden diese Daten zur Altersbestimmung von Feten trächtig geschlachteter Sauen eruiert.

Laufzeit2023 – 2025
Ansprechpartner

Dr. Philipp Rolzhäuser, Prof. Dr. Ahmad Hamedy

Frauke Janelt

Kooperation

Klinik für Klauentiere, Abteilung Schwein: Prof. Dr. Johannes Kauffold, Dr. Haukur Sigmarsson

Hochschule für angewandte Wissenschaften Hamburg: Prof. Dr. Katharina Riehn

Förderung

aus Mitteln der Tönnies Forschung, gemeinnützige Gesellschaft mbH

Förderkennzeichen: TF 2022/01011/004

weitere Infos

Projektvorstellung auf der Homepage der Tönnies-Forschung

Poster Projektvorstellung
PDF 4 MB

zur Vergrößerungsansicht des Bildes: Logo der Tönnies Forschung GmbH
Logo der Tönnies Forschung GmbH
zur Vergrößerungsansicht des Bildes: Schlachtung eines Schweines im Herkunftsbetrieb unter Aufsicht eines amtlichen Tierarztes, Foto: Dr. Philipp Rolzhäuser
Schlachtung eines Schweines im Herkunftsbetrieb unter Aufsicht eines amtlichen Tierarztes, Foto: Dr. Philipp Rolzhäuser
ProjektHofnahe Schlachtung im Dialog – Untersuchungen zur hofnahen Schlachtung in Hinblick auf Tierschutz und Verbraucherschutz mit Wissenstransfer für die Praxis

Projektbeschreibung

 

Hofnahe Schlachtungen bieten die Möglichkeit, transport- und schlachtungsbedingten Stress durch einen Verzicht auf einen Lebendtiertransport zu reduzieren. Man unterscheidet zwischen der Schlachtung im hofeigenen zugelassenen Schlachthaus („Einraummetzgerei“), der vollmobilen Schlachtung im mobilen Schlachthof, bei welcher alle Schlachtarbeiten am Hof/auf der Weide erfolgen, von der Schlachtung im Herkunftsbetrieb (sogenannte „teilmobile Schlachtung“), bei welcher die Tiere im Herkunftsbetrieb betäubt und getötet werden und anschließend das tote Tier für die weiteren Schlachtarbeiten zu einem nahegelegenen Schlachtbetrieb verbracht wird. Durch Novellierung der Verordnung 853/2004 ist es möglich, bis zu 3 Rinder, 6 Schweine, 3 Pferdeartige oder 9 Schafe oder Ziegen bei einem Schlachtvorgang per Schlachtung im Herkunftsbetrieb zu schlachten. Diese Art der Schlachtung erfordert eine Genehmigung, eine Anmeldung der Schlachtung bei der zuständigen Veterinärbehörde sowie die Anwesenheit eines amtlichen Tierarztes.

Im Rahmen des Projektes „Hofnahe Schlachtung im Dialog“ wurden Schlachtungen im Herkunftsbetrieb von Rindern und Schweinen wissenschaftlich begleitet. Es erfolgten Untersuchungen zu Stressparametern und der Betäubungseffektivität, mikrobiologische Untersuchungen der Schlachttierkörperoberfläche sowie von Organ- und Muskelproben sowie Untersuchungen zum Ausblutungsgrad. Darüber hinaus wurde der Status quo anhand von Umfragen aller beteiligten Akteure erhoben. Zentrales Ziel des Projektes ist der Wissenstransfer, im Rahmen dessen verschiedene Workshops und Online-Seminare durchgeführt wurden sowie ein Schulungskurs mit Filmen entwickelt wurde.

Laufzeit2022 – 2025
Ansprechpartner

Dr. Philipp Rolzhäuser, Prof. Dr. Ahmad Hamedy

Stefanie Wolter, Amina Barhoum, Carolin Käppler

  
Schulungskurs

Schulungskurs „Hofnahe Schlachtung im Dialog“

Anleitung zur Anmeldung im Schulungskurs
PDF 1,012 KB

  
VeranstaltungenEinladung Abschlussveranstaltung „Hofnahe Schlachtung im Dialog“ am 23.10.2025
PDF 268 KB
zur Vergrößerungsansicht des Bildes: Kombilogo BMLEH und BLE
Kombilogo BMLEH und BLE
Projekt Untersuchungen zum Anteil von Trächtigkeiten bei geschlachteten Tieren und zu den Ursachen für die Abgabe trächtiger Schlachttiere unter Berücksichtigung der verschiedenen Tier- und Nutzungsarten

Projektbeschreibung

 

Das Ziel des geplanten Forschungsprojektes ist eine engmaschige Erfassung von repräsentativen Daten zu Häufigkeit und der Schlachtung tragender Nutztiere in Deutschland sowie die Evaluation von Gründen, die zur Etablierung dieser Praxis führen. Neben den routinemäßig zu erfassenden Parametern sollten bei festgestellten Trächtigkeiten insbesondere deren Stadium bzw. der Entwicklungsstand der Feten erhoben werden. Bei entsprechenden Befunden sollten der Herkunftsbetrieb und die möglichen Ursachen für die Abgabe von trächtigen Tieren ermittelt werden. Hier sollte insbesondere in Erfahrung gebracht werden, ob die Landwirte, die trächtige Tiere zum Schlachten abgegeben haben, Kenntnis über die Trächtigkeit hatten bzw. die Trächtigkeit für die Entscheidung, die Tiere zu schlachten, unerheblich war. Falls der Landwirt über die Trächtigkeit von Schlachttieren informiert war, sollten der Grund oder die Motivation für eine Schlachtung eruiert werden.

Laufzeit

2014 – 2017
Ansprechpartner Dr. Philipp Rolzhäuser, Prof. Dr. Ahmad Hamedy

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