Kooperationen nationaler sowie internationaler Natur sind essentieller Bestandteil der Forschungsaktivitäten am Institut. Zumeist gipfeln sie in förderungsfähigen Projekten, als Veranstaltungsreihe oder in Brainstormings biblischen Ausmaßes. Gerne laden wir Gastwissenschaftler, Forschende und Kollegen ein, weitere Kooperationen mit dem Veterinär-Anatomischen Institut zu verwirklichen.

Anatomie – Arbeitsgruppe Professor Mülling­

Die Forschungsaktivitäten der Gruppe von Professor Mülling konzentrieren sich auf spezifisch veterinärmedizinische Fragestellungen. Sie verbinden Grundlagenforschung mit klinisch angewandter Forschung und sind zumeist multidisziplinär in nationaler und internationaler Zusammenarbeit.

Innerhalb der Arbeitsgruppe erfolgen Forschungsarbeiten im Wesentlichen unter zwei Schwerpunkten:

  1. Pathogenese und Pathomechanismen von Erkrankungen der Rinderklaue, des Pferdehufes und der Schweineklaue:
    Unsere Forschung in Zusammenarbeit mit Klinikern soll wissenschaftliche Grundlagen für die Prävention und Therapie von Erkrankungen der Rinderklaue und des Pferdehufes sowie der Schweineklaue schaffen.
  2. Stammzellen aus den Haarfollikeln der Haut verschiedener Tierarten (Skin derived precursor cells – SPKs):
    Haarfollikel sind in den letzten Jahren als eine vielversprechende Quelle für insbesondere neuronale Stammzellen entdeckt und beschrieben worden.

Unsere Grundlagenforschung soll die Voraussetzungen für praktische Anwendungen in der regenerativen Therapie von Erkrankungen des Bewegungsapparates und des Nervensystems schaffen, die derzeit mit konservativen oder chirurgischen Therapien nur unbefriedigend zu behandeln sind.

Histologie und Embryologie – Arbeitsgruppe Professor Seeger

Zwei Bereiche der Grundlagenforschung und abgeleitete klinische Projekte werden von der Arbeitsgruppe Seeger bearbeitet:

  1. Licht- und elektronenmikroskopische Analysen neuronaler Plastizität:
    Regeneration und Degeneration im Nervensystem repräsentieren neuronale Plastizität. Die Pathogenese dieser Prozesse ist bei vielen Haus- und Heimtieren noch weitgehend unbekannt. Im kaninen Gehirn werden in enger Kooperation mit Instituten und Kliniken der Leipziger Veterinär- und Humanmedizin und dem MPI für Kognitions- und Neurowissenschaften neuroanatomische Untersuchungen durchgeführt. Die analytische Detektion von Metallen (EFTEM, EELS) in Neuronen und Gliazellen im Verlauf der Ontogenese soll einen Beitrag zum Verständnis von neurologischen Erkrankungen in der Veterinärmedizin und Humanmedizin leisten.
  2. Definition von neuroanatomischen Standardreferenzen und Analysen zum Einfluss von experimentell induziertem Stroke auf das ovine Gehirn: 
    Die Definition von Standardreferenzen (Templates, Stereotaktischer Atlas) erlaubt eine biostatistische Analyse des Gehirns. Die volumetrische Analyse von Sexualdimorphismus im Gehirn gesunder Tiere ist eine wesentliche Voraussetzung für die Etablierung eines Hirnatlasses auf der Basis von MRT-Analysen. Das Infarktvolumen in kortikalen Arealen, subkortikalen Strukturen und im Ventrikelsystem soll erfasst werden.

Funktionelle Neuroanatomie – Arbeitsgruppe Junior-Professorin Fietz

  1. Grundlagen der evolutiven Größenzunahme des Großhirns - zellbiologische und molekulare Charakterisierung neuraler Vorläuferzellen im sich entwickelnden Großhirn unterschiedlicher Säugetierarten:
    Ziel des Projekts ist es, die molekularen und zellbiologischen Merkmale der neuralen Vorläuferzellen während der embryonalen und fetalen Entwicklung des Großhirns in verschiedenen Säugetierarten mit unterschiedlich starker kortikaler Expansion zu charakterisieren. Diese Untersuchungen erlauben es, die spezifischen zellbiologischen Merkmale der neuralen Vorläuferzellen, insbesondere die Häufigkeit der bRGZs, mit dem Grad der kortikalen Expansion zu korrelieren. Die geplanten Untersuchungen leisten zudem einen wesentlichen Beitrag zur Etablierung neuer experimenteller Tiermodelle für die Analyse neuronaler Stammzellen und humaner Hirnerkrankungen.

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