Wir bieten die Möglichkeit Einsicht in aktuelle Forschungsthemen zu nehmen und selber aktiv zu werden. Sollten Sie motiviert sein, sich in anspruchsvolle Themen einzudenken und moderne Labortechniken kennenzulernen, dann bewerben Sie sich bei uns.

Wissenschaftler der Veterinärmedizin begutachten die Forschungsarbeiten unserer Studierenden. Foto: Uwe Müller

Projekte für Studenten

Im Rahmen des Studiums der Veterinärmedizin ist auch eine Projektarbeit mit einem Umfang von 96 Stunden rund um das 8. FS zu absolvieren. Das Institut bietet in diesem Rahmen Projektarbeiten an, um Einblicke in anspruchsvolle Laborarbeiten zu gewinnen und moderne Analysemethoden rund um die Immunantwort kennenzulernen. Durch intensive Betreuung durch eine erfahrene Wissenschaftlerin oder einen Wissenschaftler lernen die Projektstudentinnen und -studenten wissenschaftlich korrektes Arbeiten in aktuellen Forschungsvorhaben, das Führen eines Laborbuchs, die Erstellung eines Abschlussberichts und eines Posters. Im Rahmen des dies academicus kommen die Projektstudentinnen und -studenten des jeweiligen Jahrgangs zusammen und können ihre Ergebnisse untereinander diskutieren und der Forschungskommission präsentieren, die unter den präsentierten Projektarbeiten die besten auswählt und mit Preisen auszeichnet. Sollten Sie Interesse an einer Projektarbeit am Institut für Immunologie haben, dann schauen Sie sich die aktuell ausgeschriebenen Projekte an.

(1)    Interaktion von Lungenepithelzellen mit einem pathogenen Pilz (I)
a.    Nach Vorarbeiten mit humanen Lungenepithelzellen in Projektarbeiten der vergangenen Saison soll in diesem Projekt eine murine Lungenepithelzellen verwendet werden, um die Interaktion mit einem human-/tierpathogenen Pilz zu untersuchen. Da die Zahl an zur Verfügung stehenden Antikörpern gegenüber den Versuchen in menschlichen Zellen deutlich höher ist, kann die Wechselwirkung viel genauer charakterisiert werden. Das System wird durch Untersuchungen des Einflusses von murinen Makrophagen auf die Epithelzellen komplettiert. Folgende Untersuchungsmethoden stehen für dieses Projekt zur Verfügung und bieten einen umfangreichen Einblick in Labortechniken
i.    Zellkultur
ii.    TEER (Messung des transepithelialen Widerstands der Zellen)
iii.    FITC-Dextran-Messung (Messung der Diffusionsgeschwindigkeit durch das Epithel mittels Fluoreszenz-Photometrie)
iv.    Durchflusszytometrische Analysen (Verwendung eines modernen Mehrfarben-Durchflusszytometers zur Ermittlung von molekularen Veränderung ausgewählter Markerproteine der Epithelzellen)
b.    Die erzielten Daten werden in einem Laborbuch festgehalten und im Anschluss Software-unterstützt ausgewertet. Die notwendigen Programme stehen zur Verfügung und nach einer ausführlichen Einweisung erfolgt die selbständige Auswertung der Daten.
c.    Die Arbeit wird in einem Block von 96h ganztägig durchgeführt. Die Arbeit schließt mit einem ausführlichen Bericht zum Projekt ab und umfasst neben einer Einleitung zum Themengebiet, die Beschreibung der angewandten Methoden, die erzielten Resultate und eine Diskussion der Ergebnisse. Des Weiteren ist geplant, ein Poster anzufertigen, welches auf dem nächsten dies academicus präsentiert und verteidigt wird.


(2)    Interaktion von Lungenepithelzellen mit einem pathogenen Pilz (IIa)
a.    In diesem Projekt sollen die zellulären Interaktionen von Zellen in der Lunge charakterisiert werden. Dazu sollen verschiedene Techniken angewendet werden. Zum ersten ist geplant, Lungen von nicht-infizierten und infizierten Mäusen zu entnehmen, dann mit Agarose zu füllen, einzubetten und mittels Kryotom zu schneiden. Die Schnitte sollen unfixiert untersucht werden, um die Bindung der Antikörper zu verbessern. Dabei sollen mittels der Antikörper Zellen und ihre Lage in der Lunge identifiziert werden. Diese Untersuchungen geben Aufschluss über mögliche zelluläre Wechselwirkungen von Immunzellen mit Epithelzellen im Normal- und Infektionszustand. Für die Untersuchungen sollen folgende Techniken kennengelernt werden
i.    Sektion von Mäusen unter sterilen Bedingungen und Behandeln von dem zu untersuchenden Organ
ii.    Einbetten der Proben und Schneiden mit einem Kryotom
iii.    Färben der Proben mittels Immunfluoreszenz
iv.    Analyse der Proben mittels Laser-Scanning-Mikroskopie
b.    Die erzielten Daten werden in einem Laborbuch festgehalten und im Anschluss Software-unterstützt ausgewertet. Die notwendigen Programme stehen zur Verfügung und nach einer ausführlichen Einweisung erfolgt die selbständige Auswertung der Daten.
c.    Die Arbeit wird in einem Block von 96h ganztägig durchgeführt. Die Arbeit schließt mit einem ausführlichen Bericht zum Projekt ab und umfasst neben einer Einleitung zum Themengebiet, die Beschreibung der angewandten Methoden, die erzielten Resultate und eine Diskussion der Ergebnisse. Des Weiteren ist geplant, ein Poster anzufertigen, welches auf dem nächsten dies academicus präsentiert und verteidigt wird.


(3)    Interaktion von Lungenepithelzellen mit einem pathogenen Pilz (IIb)
a.    Mit Hilfe eines Reportersystems soll die Induktion einer allergischen Inflammation im murinen Lungengewebe untersucht werden. Dazu werden Lungen von sogenannten Reportermäusen, deren Lungenzellen bei einer beginnenden Th2-Induktion, anfangen grün zu leuchten, entnommen und mittels eines Vibratoms in 100-200 µm dicke Schnitte zerteilt. Diese lebenden Lungenschnitte werden im Nachgang mit verschiedenen Stimuli behandelt, darunter rot-leuchtende pathogene Pilze. Es soll untersucht werden, ob es Unterschiede der Stärke der Th2-Antwort auf den Pilz in Abhängigkeit der eingesetzten Zahl der Pilzzellen in der Lunge gibt. Die Auswertung erfolgt mittels konfokaler Mikroskopie-Techniken. Folgende Techniken werden in diesem Projekt vorgestellt:
i.    Zellkultur
ii.    Sektion von Mäusen unter sterilen Bedingungen und Vorbereiten der Lunge für die Anfertigung von Schnitten
iii.    Erstellen von vitalen Lungenschnitteln, sogenannten precision cut lung slices (PCLS)
iv.    In vitro-Infektion und –Stimulation von Lungengewebe
v.    Analyse der Proben mittels Laser-Scanning-Mikroskopie
b.    Die erzielten Daten werden in einem Laborbuch festgehalten und im Anschluss Software-unterstützt ausgewertet. Die notwendigen Programme stehen zur Verfügung und nach einer ausführlichen Einweisung erfolgt die selbständige Auswertung der Daten.
c.    Die Arbeit wird in einem Block von 96h ganztägig durchgeführt. Die Arbeit schließt mit einem ausführlichen Bericht zum Projekt ab und umfasst neben einer Einleitung zum Themengebiet, die Beschreibung der angewandten Methoden, die erzielten Resultate und eine Diskussion der Ergebnisse. Des Weiteren ist geplant, ein Poster anzufertigen, welches auf dem nächsten dies academicus präsentiert und verteidigt wird.

 

Bei Interesse wenden Sie sich bitte an

Herrn PD Dr. Uwe Müller

BBZ - Deutscher Platz 5

Tel. 0341/97-31224

E-Mail: u.mueller(at)vetmed.uni-leipzig.de

Momentan richten Sie bitte die Anfragen bzgl. Projektarbeiten an Frau Dr. Nicole Schütze, da Frau Dr. Eschke in Elternzeit ist

Bei Interesse wenden Sie sich bitte an

Frau Dr. Maria Eschke

BBZ - Deutscher Platz 5

Tel. 0341/97-31226

E-Mail: maria.eschke(at)vetmed.uni-leipzig.de

Frau Dr. Protschka bietet Projektarbeiten mit dem Methodenschwerpunkt "Molekulargenetische Methoden in aktuellen Forschungsvorhaben" an

(1) Etablierung/Optimierung einer RT-qPCR zum Nachweis der Genexpression auf RNA Ebene in murinem/ caninem /porcinem Gewebe   

Methoden:

  • Primer-Generierung mit Primer Blast (NCBI)
  • RNA Isolierung
  • DNAse Verdau
  • Reverse Transkription
  • RT-qPCR
  • Auswerten der Daten mit Excel/Graph Pad

 

(2) Etablierung/Optimierung eines immunhistologischen Nachweises der Proteinexpression in murinem/ caninen /porcinem Gewebe   

Methoden:

  • Anfertigen von Gewebeschnitten (Kryo/Paraffin)
  • Vergleich verschiedener Fixierungsmethoden
  • Antigendemaskierung
  • Optimierung Antikörperkonzentration
  • Signalverstärkung mit Biotin/Streptavidin

Bei Interesse wenden Sie sich bitte an

Frau Dr. Martina Protschka

BBZ - Deutscher Platz 5

Tel. 0341/97-31226

E-Mail: martina.protschka(at)vetmed.uni-leipzig.de

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