Am Institut für Bakteriologie und Mykologie finden regelmäßig verschiedene ATF-anerkannte Fortbildungsveranstaltungen für Tierärztinnen und Tierärzte statt. Des Weiteren kann bei uns die Fachtierarztausbildung Bakteriologie und Mykologie absolviert werden.

Mehrere Menschen hören in einem Seminarraum zu, im Hintergrund referiert ein Mann
Mit dem wöchentlich stattfindenden Journal Club können Tierärztinnen und Tierärzte auf einfachem Weg ihrer Fortbildungspflicht nachkommen. Foto: Ulrich Wechselberger / Pixabay

Fortbildungsveranstaltungen

Unser Institut beteiligt sich regelmäßig an Fortbildungsveranstaltungen für Tierärztinnen und Tierärzte, insbesondere Fachtierärzte für Schweine und Fachtierärzte für Bakteriologie und Mykologie. Alle Veranstaltungen sind von der Akademie für tierärztliche Fortbildung (ATF) anerkannt. Interessierte Gäste können nach Rücksprache mit dem Institutsleiter an den Veranstaltungen teilnehmen. Aktuelle Weiterbildungsveranstaltungen werden auf dieser Seite bekannt gegeben.

Das infektionsmedizinische Literaturseminar dient der Fortbildung der wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Das Seminar findet wöchentlich statt und dauert circa 1 Stunde. Eine Übersicht zu den aktuellen Themen finden sie in unserem Seminarplan.

Prof. Christoph G. Baums ist Mitglied der tierärztlichen Fortbildungsgemeinschaft „Pork and Talk“. Die Fachgruppe trifft sich einmal jährlich und diskutiert über verschiedene Themen rund um die Schweinehaltung.

Bisherige Veranstaltungen

  • Chlamydien und Fruchtbarkeitsstörungen beim Schwein – Leipzig, 9.11.2018 ► Programm
  • Schweinehaltung in der Schweiz: Management der Tiergesundheit und des Tierwohls – Zürich, 26. und 27.03.2017 ► Programm

  • Tierwohl und Verbraucherwillen – wohin gehen wir in der Schweinehaltung? – Düsseldorf, 20. & 21.05.2016 ► Programm

 

Unser Institut organisiert infektionsmedizinische Exkursionen, die vor allem als Weiterbildungsveranstaltungen für die Qualifikation zum Fachtierarzt für Bakteriologie und Mykologie anerkannt sind. Die Exkursionen setzen sich in einem Theoretischen Seminar und einer Laborexkursion mit einer infektionsmedizinsichen Thematik auseinander. Die Anzahl der Teilnehmer für den praktischen Teil ist begrenzt.

Aktuelle Veranstaltung

  • „Infektionsmedizinische Exkursion zum Landesamt für Verbraucherschutz Thüringen“, Landesamt für Verbraucherschutz Thüringen, 07.11.2019, Programm und Informationen

Bisherige Veranstaltungen

  • „Von der Diagnostik von Bestandsproblemen bis zur Produktion bestandsspezifischer Impfstoffe“ , Vaxxinova GmbH Leipzig, 12.07.2017
  • „Besonderheiten in der Mykobakteriendiagnostik und Epidemiologie“, Universitätsklinikum Leipzig, Institut für Medizinische Mikrobiologie und Infektionsepidemiologie, 13. – 14.03.2017

Mann schaut in ein Mikroskop
Das Erlernen mikrobiologischer Methoden zum Nachweis von Infektionserkrankungen durch Bakterien und Pilze sind ein wesentlicher Bestandteil der Ausbildung zum Fachtierarzt für Bakteriologie und Mykologie. Foto:...

Weiterbildung zum Fachtierarzt für Bakteriologie und Mykologie

Die Weiterbildung zum Fachtierarzt kann nur von approbierten Tierärztinnen und Tierärzten absolviert und in 34 Fachgebieten durchgeführt werden. Nach dem erfolgreichen Abschluss der Weiterbildung erfolgt die Anerkennung zum Führen einer Fachtierarztbezeichnung durch die Sächsische Landestierärztekammer. Prof. Christoph G. Baums und Prof. Wieland Schrödl, Fachtierärzte für Bakteriologie und Mykologie, sind befugt die Fachtierarztausbildung Bakteriologie und Mykologie durchzuführen und eine Abschlußprüfung abzunehmen. Weitergehende Informationen, wie die Weiterbildungsordnung (WBO) und Antragsformulare finden Sie auf der Seite der Sächsischen Landestierärztekammer (TÄK Sachsen).

Grundlagen der Ausbildung (Auszug aus der WBO der TÄK Sachsen)

Das Ziel der Weiterbildung ist es, approbierten Tierärztinnen und Tierärzten im Rahmen ihrer tierärztlichen Tätigkeit durch theoretische und praktische Unterweisung unter Anleitung dazu befugter Fachtierärzte für Bakteriologie und Mykologie, eingehende Kenntnisse und Erfahrungen in der Bakteriologie und Mykologie zu vermitteln. Die Fachtierarztausbildung im Allgemeinen dient der Sicherung der Qualität tierärztlicher Berufsausübung.

Der Aufgabenbereich in der Fachtierarztausbildung Bakteriologie und Mykologie umfasst die Diagnostik, Qualitätskontrolle, Hygieneberatung und Forschung auf den Gebieten Bakteriologie und Mykologie.

Bis zur Hälfte der Weiterbildungszeit können angerechnet werden:

  • Tätigkeit als Fachtierarzt für Epidemiologie, Tier- und Umwelthygiene 12 Monate
  • Tätigkeit als Tierarzt mit der Zusatzbezeichnung Tiergesundheits- und Tierseuchenmanagement, Molekularbiologie 6 Monate
  • Tätigkeit an den unter V.1., 2. oder 4. genannten Einrichtungen; Tätigkeiten in der angewandten Bakteriologie und Mykologie nach V. 3. können bis zu 1 Jahr angerechnet werden.
  • Teilnahme an ATF-anerkannten Fortbildungsveranstaltungen oder von der Kammer als gleichwertig anerkannten Fachkongressen oder Fortbildungskursen auf dem Fachgebiet mit insgesamt 80 Stunden. Vergleichbare Veranstaltungen des In- und Auslands können anerkannt werden.
  • Vorlage der Promotionsurkunde und einer Publikation gemäß Paragraf 8, Absatz 13 Weiterbildungsordnung oder von drei Publikationen gemäß Paragraf 8, Absatz13 Weiterbildungsordnung.
  1. Taxonomie, Aufbau, Stoffwechsel, genetische Kodierung und Regulation von Virulenzfaktoren bei Bakterien und Pilzen
  2. Wirkung der wesentlichen Bakterientoxine und Mykotoxine im Tierkörper
  3. Grundlagen der Nährbodenbereitung und ihrer Qualitätssicherung
  4. Grundlagen der direkten und indirekten bakteriologischen und mykologischen Untersuchungsmethoden und Arbeitstechniken unter Einbeziehung kultureller, bakterioskopischer, molekularer und immunologischer Techniken sowie Grundlagen der Resistenzbestimmungen bei Bakterien und Pilzen
  5. Epidemiologie, Pathogenese, Immunologie, Diagnostik und Bekämpfung (Therapie, Hygienemaßnahmen, Prophylaxe) von durch Bakterien und Pilze einschließlich ihrer Toxine verursachten Erkrankungen bei landwirtschaftlichen Nutztieren, kleinen Haus- und Heimtieren sowie Versuchstieren einschließlich Zoonosen. Besonders berücksichtigt werden sollen anzeigepflichtige Tierseuchen und meldepflichtige Krankheiten sowie Lebensmittelinfektions- und Intoxikationserreger
  6. Mikrobiologische Methoden zum Nachweis von Infektionserkrankungen durch Bakterien und Pilze in Nutztierherden sowie zur systematischen Überwachung der Herdengesundheit (Herdendiagnostik)
  7. Möglichkeiten und Grenzen der Infektionsprophylaxe (Impfstoffe, Desinfektionsmittel, Präbiotika, Probiotika) und des Einsatzes antimikrobieller Wirkstoffe
  8. Labororganisation, Qualitätssicherung im Labor
  9. Einschlägige Bestimmungen über Arbeitsschutz, Laborsicherheit, Verhütung von Laborinfektionen, Verhütung der Weiterverbreitung von Tierseuchenerregern
  10. Durchführung von Tierversuchen einschließlich Ersatz- und Alternativmethoden, Tierschutz
  11. Einschlägige Rechtsvorschriften, insb. Infektionsschutzgesetz, Tierseuchengesetz, Tierschutzgesetz
  1. Einschlägige Institute tierärztlicher Bildungsstätten oder andere gleichwertige Forschungsinstitute
  2. Mikrobiologische Abteilungen in Landesuntersuchungsanstalten
  3. Tätigkeiten an anderen staatlichen, kommunalen oder privaten mikrobiologischen, pathologisch-anatomischen, physiologisch-chemischen oder pharmakologischen Instituten und Laboratorien
  4. Andere Einrichtungen des In- und Auslands mit vergleichbarem Arbeitsgebiet

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