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Donner (links im Bild) und Lucky (rechts) sind zwei der Kandidaten für Jovana Kuhlmanns Projekt, mit dem sich die künftige Doktorandin für den Pre-Doc Award 2020 beworben hat. Die Noch-Studentin könnte damit einen entscheidenden Grundstein zur Förderung ihrer wissenschaftlichen Karriere gelegt haben.

Jovana Kuhlmann, mitten in ihrer Doktorarbeit. Foto: Jenny Hagen.

Mit ihrer Doktorarbeit zur Untersuchung der Beugesehne des Pferdes konnte sich Jovana Kuhlmann erfolgreich für den Pre-Doc Award 2020 bewerben.

Zur Brückenfinanzierung der Vorbereitungsphase für Promotionsprojekte vergibt die Universität Leipzig auch im kommenden Jahr wieder den begehrten Pre-Doc Award. Als Teil der universitären Forschungsleistung stellt diese Auszeichnung nicht nur einen ideelen Wert dar, sondern unterstützt explizit begabte Studierende mit Best-Qualifizierung bei ihren Promotionsvorhaben. Die Förderung erfolgt in Form einer Einstellung als wissenschaftliche Hilfskraft an der Universität Leipzig, womit sich die dann angehenden Doktoranden optimal auf ihre Doktorarbeit konzentrieren können.

Für Jovana Kuhlmann könnte es also in naher Zukunft nur noch um ein Thema gehen, nämlich das ihrer geplanten Doktorarbeit:
"Untersuchung der Dehnung und Regeneration der oberflächlichen Beugesehne des Pferdes mittels Hochfrequenz-Fluoreszenzkinematographie"

Zielsetzung ist die Berechnung des Inter-Markerabstandes von in die oberflächliche Beugesehne implantierten Tantal-Perlen in Bewegung mittels Hochfrequenz-Fluoreszenzkinematographie zur Untersuchung der Dehnung der oberflächlichen Beugesehnen von 4 Ponys vor der Induktion einer künstlichen Sehnenläsion und im Verlauf deren Ausheilung über 24 Wochen. Die oberflächliche digitale Beugesehne (alias: superficial digital flexor tendon, kurz SDFT) ist eine der am meisten verletzten Strukturen des Bewegungsapparates bei Sportpferden. Im Laufe des Projektes sollen morphometrische Veränderungen und Belastungen von gesunden sowie verletzten SDFT in vivo während der Bewegung im Schritt und Trab mit Hilfe der biplanaren Hochgeschwindigkeits-Fluoreszenzkinematographie (FluoKin) als innovative Bewegungsanalyse-Technik visualisiert und gemessen werden. Das Projekt bringt bereits durchgeführte grundlegende ex vivo Untersuchungen in einen klinischen Kontext. Die Untersuchung von gesunden, verletzten und heilenden equinen SDFT während der Bewegung ist als Modell zur Untersuchung biomechanischer Eigenschaften von Sehnen als Modell für die Pathogenese und Therapie menschlicher Tendopathien verwendbar.

Die Ponys verlassen das Projekt vollständig genesen und in die Hände liebevoller Neubesitzer. Jovana Kuhlmann jedoch wird eine Menge Potential für ihre wissenschaftliche Karriere mit auf den Weg nehmen und hoffentlich noch einige positive Nachwirkungen erfahren dürfen. Das Team des Veterinär-Anatomischen Instituts, inbesondere "Doktormutter" PD Dr. Jenny Hagen, unterstützt das Projekt voll und ganz.

 

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