Die Universität Leipzig ist eine der fünf Ausbildungsstätten für Tiermedizin in ganz Deutschland. Im Studium der Veterinärmedizin werden Ihnen die grundlegenden veterinärmedizinischen, naturwissenschaftlichen und methodischen Kenntnisse und praktischen Fertigkeiten, die ethischen Grundlagen und die dem Wohle von Mensch, Tier und Umwelt verpflichtete berufliche Einstellung vermittelt, die Sie nach erfolgreichem Abschluss des Studiums dazu befähigen soll, eine tierärztliche Tätigkeit aufzunehmen.

Auf einen Blick

  • Studienrichtung

    Medizin und Pharmazie, Natur- und Geowissenschaften
  • Studientyp

    grundständig
  • Abschluss

    Staatsexamen
  • Lehrsprache

    Deutsch
  • Studienform

    Vollzeit
  • Studienbeginn

    Wintersemester
  • Zulassungsbeschränkung

    bundesweit zulassungsbeschränkt
  • Regelstudienzeit

    11 Semester

Zugangsvoraussetzungen

Allgemeine Hochschulreife, Fachgebundene Hochschulreife

Für die Zulassung zum Naturwissenschaftlichen Abschnitt der Tierärztlichen Vorprüfung (Vorphysikum) ist die regelmäßige und erfolgreiche Teilnahme an einem von der Universität durchgeführten oder vom Vorsitzenden des Prüfungsausschusses als gleichwertig anerkannten Kursus der medizinischen Terminologie nachzuweisen. Der Nachweis kann dadurch ersetzt werden, dass Lateinkenntnisse oder Griechischkenntnisse nach der Maßgabe des Beschlusses der Kultusministerkonferenz vom 26. Oktober 1979 oder der Erwerb des Kleinen Latinums (entspricht in Sachsen Kenntnissen in Latein) nachgewiesen werden.

Inhalte

Das Studium ist durch die Verordnung zur Approbation von Tierärztinnen und Tierärzten (TAppV) geregelt.

Im ersten Studienabschnitt (1. – 4. Semester), bis zur Tierärztlichen Vorprüfung, erlernen Sie vor allem naturwissenschaftliche (Vorphysikum) und anatomisch – physiologische Grundlagen (Physikum) und sammeln erste praktische Erfahrungen im Bereich der Landwirtschaft, Tierzucht und Tierhaltung auf unserem Lehr– und Forschungsgut Oberholz.

Im zweiten Studienabschnitt (5. – 11. Semester), bis zur Tierärztlichen Prüfung, vertiefen Sie Ihre Kenntnisse in allen Bereichen tierärztlicher Tätigkeiten, unter anderem in der Tierhaltung, über die Bakteriologie und Lebensmittelkunde bis hin zur Reproduktionsmedizin.

Außerdem gehören zahlreiche Praktika zu den Pflichtveranstaltungen:

  • in einer kurativen tierärztlichen Praxis oder tierärztlichen Klinik
  • in der Hygienekontrolle, Lebensmittelüberwachung und –untersuchung
  • in der Schlachttier– und Fleischuntersuchung (Schlachthof)
  • im öffentlichen Veterinärwesen (Dienststellen der Veterinärverwaltung)
Diese Grafik zeigt den Aufbau des Staatsexamens Veterinärmedizin. Der Aufbau ist auch im Textteil beschrieben.

Das Studium der Veterinärmedizin ist entsprechend der Verordnung zur Approbation von Tierärztinnen und Tierärzten (TAppV) vom 27. Juli 2006 (BGBl. I S. 1827), die zuletzt durch Artikel 1 der Verordnung vom 20. Dezember 2016 (BGBl. I S. 3341) geändert worden ist, in einen wissenschaftlich – theoretischen und einen praktischen Studienteil aufgeteilt.
 

Das Veterinärmedizinstudium umfasst elf Semester und gliedert sich in den einsemestrigen naturwissenschaftlichen Abschnitt, den dreisemestrigen Anatomisch – Physiologischen Abschnitt sowie den Klinischen Abschnitt mit einer Dauer von sieben Semestern.

Im Naturwissenschaftlichen Abschnitt werden Grundlagen in den Fächern Physik, Chemie, Zoologie und Botanik erlernt. Am Ende erfolgen die Prüfungen des Vorphysikums.

Im Anatomisch – Physiologischen Abschnitt werden Kenntnisse in Anatomie, Histologie und Embryologie, Physiologie, Biochemie sowie Tierzucht und Genetik einschließlich Tierbeurteilung erworben. Am Ende erfolgen die Prüfungen des Physikums.

Im Klinischen Abschnitt wird Wissen in den Fächern Tierhaltung und Tierhygiene, Tierschutz und Ethologie, Tierernährung, Klinische Propädeutik, Virologie sowie Bakteriologie und Mykologie erlangt. Im Rahmen einer Famulatur werden zusätzlich praktische Kenntnisse erworben.

Das Studium wird mit der Tierärztlichen Prüfung abgeschlossen.

  • über 50 Lernstationen im Praktischen Ausbildungs- und Lernzentrum (PAUL)
  • praktische Übungen in allen Bereichen an lebensechten Tier – Simulatoren
  • klinisch – praktische Ausbildung in den Kliniken der Veterinärmedizinischen Fakultät unter Einbindung des Lehr– und Forschungsgutes Oberholz

Als Tierärztin oder Tierarzt steht Ihnen ein breit gefächertes Betätigungs– und Aufgabenfeld zur Verfügung. Sie können in einer Groß– bzw. Kleintierpraxis, im öffentlichen Veterinärwesen, in der Industrie und freien Wirtschaft oder im Bereich der Forschung zum Einsatz kommen. Folgende Aufgabenbereiche sind hierbei möglich:

  • Untersuchung und Behandlung von Tieren
  • Anleitung zur artgerechten Tierernährung und -haltung
  • Nutztierbetreuung
  • Lebensmittelüberwachung
  • Tierseuchenbekämpfung
  • Tierschutz
  • Arzneimittelforschung
  • Tiermedizinische Forschung

Praktischer Studienteil der Tierärztlichen Vorprüfung:

  • 70 Stunden auf einem Lehrgut über Landwirtschaft, Tierzucht und Tierhaltung

Praktischer Studienteil der Tierärztlichen Prüfung:

  • 150 Stunden (innerhalb von 4 Wochen nach dem Ende der Vorlesungszeit im fünften Fachsemester) in einer kurativen tierärztlichen Praxis oder tierärztlichen Klinik
  • 75 Stunden (innerhalb von 2 Wochen nach dem Ende der Vorlesungszeit im siebenten Fachsemester ) in der Hygienekontrolle, Lebensmittelüberwachung und –untersuchung
  • 100 Stunden (innerhalb von 3 Wochen nach dem Ende der Vorlesungszeit im achten Fachsemester) in der Schlachttier– und Fleischuntersuchung (Schlachthof)
  • 75 Stunden (innerhalb von 2 Wochen nach dem Ende der Vorlesungszeit im achten Fachsemester) im öffentlichen Veterinärwesen (Dienststellen der Veterinärverwaltung)
  • 700 Stunden (innerhalb von 16 Wochen nach dem Ende der Vorlesungszeit im achten Fachsemester) in einer kurativen tierärztlichen Praxis oder tierärztlichen Klinik; davon können bis zu 350 Stunden (8 Wochen) als Wahlpraktikum abgeleistet werden

Bewerbung

Studienbeginn: Wintersemester
Zulassungsbeschränkt (NC): ja
Bewerbungsfrist: Mitte April - 31.05. für Altabiturienten; Mitte April - 15.07. für Neuabiturienten
Bewerbungsportal: hochschulstart.de

Beachten Sie unbedingt unsere weiteren Hinweise auf der Seite "Online-Bewerbung" sowie die ab dem Sommersemester 2020 greifenden Änderungen im Auswahlverfahren

Internationale Studierende finden Informationen zu den Bewerbungsfristen und zum Bewerbungsverfahren auf der Seite "International".

Studienangebot im Wintersemester: 3. FS, 5. FS, 7. FS und 9. FS - jeweils alle NCU
Studienangebot im Sommersemester: 2. FS, 4. FS, 6. FS, 8. FS und 10. FS - jeweils alle NCU
Bewerbungsfrist (NCU): 02.05.-15.07. für Wintersemester; 01.12.-15.01. für Sommersemester
Bewerbungsportal: AlmaWeb

Weiterführende Informationen finden Sie auf unserer Seite "Bewerbung für höhere Fachsemester".

Internationale Studierende finden Informationen zu den Bewerbungsfristen und zum Bewerbungsverfahren auf der Seite "International".

Foto von Ulrike Ripp im Labor, Foto: privat

Faultier im Computer-Tomographen

Tierärztinnen und -ärzte an der Uni Leipzig untersuchen Faultierdame Oska mittels modernster Technik.

10 + 1 Gründe für die Uni Leipzig

Viele Gründe sprechen für ein Studium an der Uni Leipzig. Zehn Studierende erzählen im Video, warum sie hier studieren.

Die Universität Leipzig

In diesem Film zeigt die Universität Leipzig ihre ganze Vielfalt in Forschung, Lehre und Transfer.

Studierende sitzen in einem großen weißen Saal und tragen alle weiße Kittel, Foto: Christian Hüller
Studierende in weißen Kitteln halten Knochen in den Händen und tauschen sich darüber aus, Foto: Christian Hüller
In einem Saal steht ein Skelett eines Pferdes, Foto: Christian Hüller
Saal mit zwei Reihen, die voll besetzt sind mit Studierenden, die ins Mikroskop schauen, Foto: Christian Hüller
Pferdeauslauf auf dem Gelände der Veterinärmedizinischen Fakultät mit zwei Pferden, Foto: Universität Leipzig
Blick von Weitem auf den Pferdestall auf dem Gelände der Veterinärmedizinischen Fakultät, Foto: Universität Leipzig