Die Arbeitsgruppe Epidemiologie erforscht, wie Epidemien, Massenerkrankungen und Zivilisationsschäden entstehen und sich ausbreiten.

Bild einer Zecke
Im Rahmen einer Untersuchung soll herausgefunden werden, wie sich FSME in Sachsen verbreitet. Foto: Institut für Tierhygiene und Öffentliches Veterinärwesen

Forschungsprojekte der Arbeitsgruppe

Untersuchungen zur Charakterisierung und Verbreitung von FSME in Sachsen

Leitung:
Prof. Dr. Martin Pfeffer

Doktoranden:
TÄ Johanna Fürst; TA Yauhen Karliuk

Finanziert durch:
Drittmittel (Pfizer Deutschland GmbH)

Projektdauer:
2017 – Mai 2019

Kurzbeschreibung:
Das Frühsommer-Meningoencephalitis-Virus wird durch Schildzecken (Ixodes ricinus) auf Mensch und Tier übertragen. In Deutschland ist die entsprechende Erkrankung meldepflichtig. Im Rahmen dieses Projektes werden durch die sächsischen Gesundheitsämter Fragebögen an Betroffene aus Sachsen verteilt. Anhand der angegebenen Daten der erkrankten Personen werden Orte ausfindig gemacht, an denen die Infektion vermutlich stattfand. Dort werden Zecken geflaggt. In der Folge werden die geflaggten Zecken auf das Virus untersucht und die Ergebnisse epidemiologisch bewertet.

Ansprechpartner:

Prof. Dr. Martin Pfeffer

Universitätsprofessor

An den Tierkliniken 1
04103 Leipzig

Telefon: +49 341 97-38152

Untersuchung von endemischen FSME Standorten in Gebieten mit niedriger FSME Inzidenz durch die Analyse von Zecken die von Rehen aus Sachsen abgesammelte wurden

Leitung:
Prof. Dr. Martin Pfeffer

Wissenschaftliches Personal:
Dr. Nina Król

Finanziert durch:
Drittmittel (Pfizer Deutschland GmbH)

Projektdauer:
2017 – Dez. 2018

Kurzbeschreibung:
Das Frühsommer-Meningoencephalitis-Virus wird durch Schildzecken (Ixodes ricinus) auf Mensch und Tier übertragen. Ergebnisse bisheriger Studien zeigten eine hohe Seropositivität bei Rehen. Daher werden durch die Mithilfe sächsischer Jäger Rehdecken auf Zecken untersucht. Die Rehdecken können durch beigefügte Fragebögen genauen Arealen in Sachsen zugewiesen werden. Entsprechend abgesammelte Zecken werden auf das Virus untersucht und die Ergebnisse epidemiologisch bewertet.

Ansprechpartner:

Prof. Dr. Martin Pfeffer

Universitätsprofessor

Epidemiologie
An den Tierkliniken 1
04103 Leipzig

Telefon: +49 341 97-38152

Dr. Nina Król

Wiss. Mitarbeiterin

An den Tierkliniken 43
04103 Leipzig

Telefon: +49 341 97-38167

Untersuchungen zum Vorkommen von Zoonoseerregern bei Schildzecken und Nagern

Leitung:
Prof. Dr. Martin Pfeffer

Wissenschaftliches Personal:
Dr. Anna Obiegala

Doktorand:
TA Daniel Galfsky

Finanziert durch:
haushaltsfinanzierte Forschung

Projektdauer:
2009 – andauernd

Kurzbeschreibung:
In diesem Projekt werden Schildzecken (v.a. Ixodes ricinus und Dermacentor reticulatus) geflaggt und in derselben Region Nagetiere gefangen. Sowohl die Kleinsäuger als auch die Ektoparasiten werden mittels molekularbiologischer Methoden auf das Vorhandensein verschiedener Pathogene untersucht. Dieses beinhaltet u.a. Rickettsien, Babesien, Bartonellen, Anaplasma phagocytophilum und Candidatus Neoehrlichia mikurensis. Über die unterschiedlichen Häufigkeiten sollen Rückschlüsse auf den Übertragungszyklus bzw. den Naturherd des jeweiligen Pathogens gewonnen werden. Hier gilt es sowohl die Rolle der Zecken als auch die der Nager als vermeintliche Reservoirwirte zu untersuchen. Diese Untersuchungen finden in Leipzig und im Leipziger Umland statt.

Ansprechpartner:

Prof. Dr. Martin Pfeffer

Universitätsprofessor

An den Tierkliniken 1
04103 Leipzig

Telefon: +49 341 97-38152

Dr. Anna Obiegala

Wiss. Mitarbeiterin

Tierhygiene und Tierseuchenbekämpfung
An den Tierkliniken 43
04103 Leipzig

Telefon: +49 341 97-38166

Vorkommen von Leptospiren bei Nagetieren in Deutschland

Leitung:
Prof. Dr. Martin Pfeffer

Wissenschaftliches Personal:
Dr. Anna Obiegala

Doktorand:
TA Daniel Galfsky

Finanziert durch:
haushaltsfinanzierte Forschung

Projektdauer:
2009 – andauernd

Kurzbeschreibung:
Leptospirose ist eine weltweit vorkommende, durch pathogene Arten der Gattung Leptospira verursachte Zoonose. Ziel des Projekts ist es, anhand molekularbiologischer Untersuchungen (PCR) von Nierenproben verschiedener Nagetiere herauszufinden, welche Nagetiere das Reservoir für Leptospiren darstellen, sowie eine Prävalenz und geographische Verteilung der unterschiedlichen Leptospiren zu ermitteln.

Ansprechpartner:

Prof. Dr. Martin Pfeffer

Universitätsprofessor

An den Tierkliniken 1
04103 Leipzig

Telefon: +49 341 97-38152

Dr. Anna Obiegala

Wiss. Mitarbeiterin

An den Tierkliniken 43
04103 Leipzig

Telefon: +49 341 97-38166

Nachweis und Charakterisierung von Sindbisviren in Stechmücken aus Schweden

Leitung:
Prof. Dr. Martin Pfeffer

Wissenschaftliches Personal:
Dr. Anna Obiegala

Doktorandin:
TÄ Johanna Fürst

Finanziert durch:
haushaltsfinanzierte Forschung

Projektdauer:
2010 – andauernd

Kurzbeschreibung:
Sindbisviren werden durch Stechmücken auf den Menschen übertragen. In Skandinavien sind sie verantwortlich für die Ockelbo-Erkrankung (Schweden), Pogosta-Erkrankung (Finnland) bzw. das Karelische Fieber (Russland). 2009 wurde Sindbis-Virus auch erstmals in Deutschland in Stechmücken nachgewiesen. Interessanterweise treten Häufungen von humanen Fällen in den Verbreitungsgebieten des Virus in einem 7-Jahreszyklus auf. Über die möglichen Gründe hierfür wurde viel spekuliert, u.a. auch die Entstehung einer Herdenimmunität bei den Drosseln, die für die Zirkulation des Virus im Naturherd eine wichtige Rolle zu spielen scheinen. Durch die Untersuchung der Stechmücken in den Jahren vor, während und nach den zu erwartenden Siebenjahreshäufungen erhoffen wir uns Einblicke in wie weit die Abundanz bestimmter Stechmückenarten zu den Häufungen menschlicher Fälle beiträgt.

Ansprechpartner:

Prof. Dr. Martin Pfeffer

Universitätsprofessor

Institutsgebäude
An den Tierkliniken 1
04103 Leipzig

Telefon: +49 341 97-38152

Dr. Anna Obiegala

Wiss. Mitarbeiterin

An den Tierkliniken 43
04103 Leipzig

Telefon: +49 341 97-38166

Umweltstabilität von Hantaviren und Leptospiren

Leitung:
Prof. Dr. Martin Pfeffer

Doktorandin:
TÄ Lisa Hanne Nau

Finanziert durch:
Drittmittel (Bundesministerium für Bildung und Forschung)

Projektdauer:
September 2017 – andauernd

Kurzbeschreibung:
Hantaviren und Leptospiren sind die zwei wichtigsten Nagetier-übertragenen  Erreger in Deutschland. Die potentielle Exposition von Menschen gegenüber diesen Erregern wird weitgehend von ihrer Überlebensrate beziehungsweise Stabilität in der Umwelt beeinflusst.  Im Rahmen dieses Projektes werden Hantaviren und Leptospiren  im Hinblick auf ihre Widerstandsfähigkeit unter verschiedenen der Umwelt nachempfundenen Bedingungen untersucht.

Ansprechpartner:

Prof. Dr. Martin Pfeffer

Universitätsprofessor

An den Tierkliniken 1, Raum 3.50
04103 Leipzig

Telefon: +49 341 97-38152

Lisa Hanne Nau

Wiss. Mitarbeiterin

An den Tierkliniken 43
04103 Leipzig

Telefon: +49 341 97-38169

Zeckenübertragene Pathogene in Ratten aus Belgien

Leitung:
Prof. Dr. Martin Pfeffer, Dr. Anna Obiegala

Doktorandin:
TÄ Maria Krügel

Finanziert durch:
haushaltsfinanzierte Forschung

Projektdauer:
2017 – Ende 2018

Kurzbeschreibung:
Die Erreger Babesia microti, Bartonella spp., Borrelia spp., Candidatus Neoehrlichia mikurensis und Anaplasma phagocytophilium können durch den Vektor Zecke auf den Menschen übertragen werden und zu z.T. schwerwiegenden Erkrankungen führen. Kleinnager wie die Wanderratte (Rattus norvegicus) oder die Hausratte (Rattus rattus) fungieren als Erregerreservoir. Im Rahmen des Projektes wird eine Rattenpopulation aus Belgien von 1124 Ratten, die im Rahmen von Schädlingsbekämpfungsmaßnahmen gefangen wurden, mittels molekularbiologischer Methoden auf diese Pathogene untersucht. Zweck der Untersuchungen ist eine Erfassung des epidemiologischen Status der Region und ein Monitoring der Wirtspopulation.

Ansprechpartner:

Prof. Dr. Martin Pfeffer

Universitätsprofessor

An den Tierkliniken 1
04103 Leipzig

Telefon: +49 341 97-38152

Dr. Anna Obiegala

Wiss. Mitarbeiterin

An den Tierkliniken 43
04103 Leipzig

Telefon: +49 341 97-38166

Bartificial

Leitung:
Dr. Anna Obiegala

Wissenschaftliches Personal:
Dr. Nina Król

Finanziert durch:
Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft

Projektdauer:
September 2018 – andauernd

Kurzbeschreibung:
Bartonellen sind zoonotische Bakterien, die anhand ihrer Pathogenitätsfaktoren wie auch ihrer phylogenetischen Verwandtschaft in 4 verschiedene Lineages unterteilt werden können. Auch wenn Bartonellen sehr virulent sein können und weit verbreitet sind, gelten sie dennoch als „neglected“ (dt. vernachlässigt).

Für Ixodes ricinus Zecken, die am häufigsten vorkommende Zecken-Art in Mitteleuropa, wird eine Vektorfunktion für Bartonella spp. vermutet, jedoch ist bisher unklar welche Bartonellen-Art bzw. welche Bartonellen aus den unterschiedlichen Lineages von I. ricinus übertragen werden können. In diesem Versuchsvorhaben soll die Vektorkompetenz von I. ricinus für verschiedene Bartonellen-Spezies aus vier verschiedenen Lineages anhand experimenteller Infektion dargestellt werden. Für das Versuchsvorhaben sollen die Zecken mittels „artificial feeding“ infiziert werden, also ohne den Gebrauch von Versuchstieren.

Ansprechpartner:

Dr. Anna Obiegala

Wiss. Mitarbeiterin

An den Tierkliniken 43
04103 Leipzig

Telefon: +49 341 97-38166

Dr. Nina Król

Wiss. Mitarbeiterin

An den Tierkliniken 43
04103 Leipzig

Telefon: +49 341 97-38167

Der Waschbär (Procyon lotor) als Vektor und Reservoir für vektor-übertragene Krankheitserreger sowie als potentielles Lebensmittel in Deutschland

Leitung:
Dr. Anna Obiegala, Dr. Stefan Birka

Wissenschaftliches Personal:
Dr. Nina Król, Dr. Zaida Rentería-Solís

Finanziert durch:
Nachwuchsförderung der Veterinärmedizinischen Fakultät (VMF), Universität Leipzig

Projektdauer:
2017 – Mai 2018

Kurzbeschreibung:
Der Waschbär ist eine in Deutschland eingeführte, invasive Säugetier-Art die sich geografisch schnell verbreitet. Ziel des Forschungsprojekts ist es die Abundanz und die Verbreitung des Waschbären (Procyon lotor) in wie auch die des Waschbärspulwurms (Baylisascaris procyonis) in Sachsen zu evaluieren. Der Waschbär soll außerdem im Hinblick auf unterschiedliche Zecken-übertragene Pathogene wie auch parasitäre Erreger untersucht werden. Darüber hinaus wird die Genusstauglichkeit zum menschlichen Verzehr des Waschbärfleisches geprüft. Des Weiteren wird geprüft ob die genetische Diversität der sächsischen Waschbär-Population mit bestimmten Pathogen-„Communities“ korreliert.

Ansprechpartner:

Dr. Anna Obiegala

Wiss. Mitarbeiterin

An den Tierkliniken 43
04103 Leipzig

Telefon: +49 341 97-38166

Dr. Nina Król

Wiss. Mitarbeiterin

Epidemiologie
An den Tierkliniken 43
04103 Leipzig

Telefon: +49 341 97-38167

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