Wie ernähren wir uns zukünftig? Gesunde Ernährung, auch unter dem Aspekt der Bevölkerungszunahme, wird immer wichtiger und derzeit kontrovers diskutiert. In verschiedenen Projekten werden neue Eiweißquellen wissenschaftlich bewertet und Produkte in Anlehnung an die nationale Reduktionsstrategie entwickelt und analysiert.

Projekt

REDSCHUL: Etablierung eines Schulungskonzeptes für Betei-ligte des Lebensmittelhandwerks zur Vermittlung von Informationen über die Reduktion von Zucker, Fett und Salz

 

Projektbeschreibung

 

In dem Projekt soll ein Schulungskonzept mit multimedialen und interaktiven Elementen entwickelt werden, dass auf  mehreren Ebenen die Ernährungskompetenz von Verbrauchern und Lebensmittelunternehmen steigert und darüber die gesunde Ernährung der Bevölkerung fördert. Einerseits zielt es direkt auf die Lebensmittelproduzenten ab, die mit den erhaltenen Informationen die Zusammensetzung ihrer Lebensmittel so modifizieren können, dass sie unter Beibehaltung der Verbraucherakzeptanz weniger Zucker, Salz bzw. Fett enthalten. Andererseits sollen auch Kenntnisse und Maßnahmen zur Vermittlung von Informationen und Vorteilen, die mit der Reduktion dieser Nährstoffe in den Produkten einhergehen, vermittelt werden, um die Akzeptanz und das Verbraucherwissen zu erhöhen. Dies soll langfristig dazu beitragen, die Häufigkeit und Schwere ernährungsmitbedingter Erkrankungen zu verringern. Das Schulungskonzept soll zunächst beispielhaft für den handwerklichen Bereich der Wurst- und Fleischwaren etabliert werden, da dies eine sehr beliebte Produktgruppe ist, mit relativ hohen Fett- und Salzgehalten. Als Zielgruppen der Schulung lassen sich daher alle Beteiligten des Fleischerhandwerkes, d. h. Fleischer, Fleischermeister, Fachverkäufer im Lebensmittelhandel und die jeweiligen Auszubildenden bzw. Meisterschüler ansprechen. Bisherige Weiterbildungen finden meist als zeitintensive Präsenzveranstaltungen statt. Zudem sind für das Handwerk bislang keine Schulungsinhalte zum Thema Reduktion vorhanden. Mit dem beabsichtigten Schulungskonzept, dass auch Online-Phasen enthalten soll, wird es erstmals eine moderne Möglichkeit zur Aus- und Weiterbildung auf dem Gebiet der Reformulierung für das Handwerk geben.

Laufzeit

2021 – 2024
Ansprechpartner Dr. Martin Köthe
Projekt

OvoLactoNuco-Immu-MS: Entwicklung hochsensitiver Nachweismethoden für Lebensmittelallergene zur Erfassung von Spurenmengen am Beispiel der Allergene aus Ei, Milch und Schalenfrüchten

 

Projektbeschreibung

 

Milch und Ei sind die beiden Lebensmittel, die die häufigsten Allergien im Kindesalter auslösen. Im Gegensatz zu allen anderen „kennzeichnungspflichtigen Allergenen“ können diese beiden allergenen Parameter nur über die Analytik der Proteine nachgewiesen werden, da es keine komplementär ergänzenden PCR-Methoden gibt, die für fast alle anderen Parameter verfügbar sind. Dies ist insofern problematisch, da die bestehenden proteinbasierten Verfahren prozessierte Produkte nicht ausreichend sensitiv nachweisen können, so dass hier ein dringender Bedarf an neuen geeigneten Methoden und dem entsprechenden Referenzmaterial besteht. Ziel des Projektes ist es, ein neuartiges Verfahren zu entwickeln, mit dem es möglich wird, die Hauptallergene von Ei und Milch unabhängig von der Prozessierung und Matrixeinflüssen in geeigneter Sensitivität nachzuweisen. Eine Harmonisierung von Allergen-Nachweisen mittels Multiplexverfahren wird angestrebt. Dazu soll das Prinzip der Methode zunächst auf einige Schalenfrüchte übertragen werden, namentlich die deklarierungspflichtigen Allergene aus Walnuss, Mandel, Haselnuss, Pistazie. Die neue kombinierte Methode soll eine eindeutige und insbesondere verlässliche Aussage über die Anwesenheit der Proteinmenge des jeweiligen Lebensmittels sowie eine Risikobewertung der allergologischen Relevanz des Produktes ermöglicht.

Laufzeit

2020 – 2023
Ansprechpartner Dr. Claudia Wiacek
Projekt NovAl – Neue Algenarten als nachhaltige Quelle für bioaktive Nährstoffe in der Humanernährung

Projektbeschreibung

 

Ziel des Projektes ist es, neue Mikroalgenspezies hinsichtlich ihrer Eignung als Nahrungsquelle in der menschlichen Ernährung zu bewerten. Neben Nährstoffanalysen erfolgen Untersuchungen zum toxischen Potential und technologische Möglichkeiten zur Verbesserung der Bioverfügbarkeit.

Laufzeit

2017 – 2020
Ansprechpartner Dr. Claudia Wiacek
Projekt nutriCARD - Kompetenzcluster für Ernährung und kardiovaskuläre Gesundheit

Projektbeschreibung

 

nutriCARD beschäftigt sich mit der Entstehung und Prävention ernährungsbedingter Herz-Kreislauf Erkrankungen.

Dabei werden drei zentrale Schwerpunkte adressiert: (1) Entwicklung und Bewertung von reformulierten Lebensmitteln und Strategien zu deren Vermarktung, (2) grundlagenorientierte und translationale Studien im Bereich der Effizienz und Sicherheit von Nährstoffen, Ernährungskonzepte zur Verbesserung der kardiovaskulären Gesundheit sowie Biomarkerforschung und (3) die Erarbeitung von Konzepten und Curricula zur Ernährungskommunikation für Verbraucher und Institutionen in den Disziplinen Ernährung, Gesundheit und Bildung.

Website www.nutricard.de

Laufzeit

2015 – 2021
Ansprechpartnerinnen Dr. Claudia Wiacek, Prof. Dr. Peggy Braun

Projektbeschreibung leider nur in englischer Sprache verfügbar

Projekt The challenges associated with the new generation sustainable plant proteins-enriched food prototypes for Baltic-German population

Projektbeschreibung

 

The aim of the proposed project was intended to improve the biological value, safety and sustainability of lupin food products, and to create new ideas for higher value safe food production.

Laufzeit

2017
Ansprechpartner Dr. Claudia Wiacek
Projekt Validierung eines Gesamtkonzeptes zur Herstellung eines Fettaustauschpräparates auf Basis von nativen Pflanzenproteinen

Projektbeschreibung

 

Ziel des Validierungsvorhabens war es, das Verfahren zur Gewinnung der Fettaustausch-Proteinisolate mit Aufbereitung aller Nebenprodukte hinsichtlich eines wirtschaftlichen Gesamtkonzeptes zu überprüfen.

Laufzeit

2013 – 2016
Ansprechpartner Dr. Denise Melde
Projekt Etablierung einer Assistenzstelle zur Unterstützung des wissenschaftlichen Transfers in die sächsische Lebensmittelwirtschaft

Projektbeschreibung

 

 
  • Priorisierung von aktuellen Themen in der Lebensmittelbranche wie zum Beispiel die gesundheitsbewusste Ernährung, nationale Strategien, neuartige Technologien, nachhaltige Produktion
  • Erfassung des Marktpotentials sächsischer Lebensmittelunternehmen sowie transferfähiger Forschungsergebnisse
  • Zielgruppen: sächsische und mitteldeutsche Ernährungsbranche, Handwerk, Lebensmitteltechnologen, Ernährungs- und Kommunikationswissenschaftler sowie Arbeitsgruppen im Gebiet der Adipositas (Fettsucht)
  • Unterstützung des bestehenden Partnering zwischen Forschungseinrichtungen der Universität Leipzig und Unternehmen der sächsischen Lebensmittelwirtschaft
  • Transfer fundierter wissenschaftlicher Ergebnisse an etablierte Unternehmen durch Innovationen, technologische Neuentwicklungen sowie neue Kommunikationskonzepte
  • im Fokus: kleine und mittelständische Unternehmen (KMU)
  • regionale Wettbewerbsfähigkeit erhalten und stärken (handwerkliches Knowhow, Produktvielfalt)
  • Aufbesserung des Innovationspotentials
  • Öffentlichkeitsarbeit
 

Laufzeit

2018 – 2021
Ansprechpartner Christian Geyer
Förderinformationen Download als PDF

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