Durch interdisziplinäre Projekte werden neue physikalische Dekontaminationstechniken für Lebensmittel erarbeitet, die eine entsprechende Haltbarkeit mit hoher Produktqualität unter Erhalt hitzesensibler Inhaltsstoffe gewährleisten sollen.

 

Projekt

KontRed: Entwicklung und Implementierung technologischer Verfahren zur Reduktion von mikrobiellen Kontaminanten im Geflügel- und Schweineschlachtprozess

Teilvorhaben: Reduktion von mikrobiellen Kontaminanten im Geflügelschlachtprozess durch kaltes Plasma

Projektbeschreibung

 

Ziel und zentrale Innovation ist es, ein Verfahren zur Inaktivierung von Campylobacter und Salmonellen auf losem und vorverpacktem Geflügelfleisch mittels plasmabasierter Verfahren zu entwickeln und zu optimieren. Eine wissenschaftliche Herausforderung besteht hierbei in der Ermittlung von geeigneten technischen Parametern (z. B. Arbeitsgas, Einwirkzeit) zur Erregerreduktion. Die erzielbare Reduktionsrate wird auf artifiziell mit Campylobacter und Salmonellen inokulierten Fleischproben durch Kurzzeitbehandlung (s-min) an losen Fleischteilstücken und der Behandlung von vorverpackten Fleischteilstücken innerhalb der Verpackung im Labormaßstab ermittelt. Geeignete Parameterkombinationen werden durch sensorische und mikrobiologische Untersuchungen der Produktqualität/Haltbarkeit als Voraussetzung für die Anwendbarkeit überprüft.

Laufzeit

2020 – 2023
Ansprechpartnerin Dr. Thiemo Albert

 

Projekt Schalenkeimreduktion auf Brut– und Konsumeiern mittels atmosphärischem Plasma

Projektbeschreibung

 

Ziel des Forschungsvorhabens war es, die Anwendbarkeit von atmosphärischem Plasma, einem trockenen Dekontaminationsverfahren, auf Eier zu prüfen und die wissenschaftlichen und technologischen Grundlagen für eine effektive Behandlung zu erarbeiten.

Laufzeit

2013 – 2015
Ansprechpartnerin Dr. Claudia Wiacek
Projekt

ListRed: Reduktion von Listeria monocytogenes auf Edelstahloberflächen mittels Nanobeschichtung

Projektbeschreibung

 

In dem Projekt soll untersucht werden, inwieweit eine Nanobeschichtung von Edelstahloberflächen Einfluss auf die Anheftung, das Vermehrungsverhalten und die Ablösung von Listeria monocytogenes an solchen Oberflächen hat. Im Labormaßstab werden dazu Versuche auf beschichteten und unbeschichteten Edelstahlkeimträgern durchgeführt. Die Ergebnisse könnten perspektivisch dazu beitragen, die Last dieses Bakteriums im Schlachtprozess oder bei der Zerlegung zu reduzieren.

Laufzeit

2020 – 2021
Ansprechpartnerin Dr. Martin Köthe
Projekt

KontRed: Entwicklung und Implementierung technologischer Verfahren zur Reduktion von mikrobiellen Kontaminanten im Geflügel- und Schweineschlachtprozess

Teilvorhaben: Reduktion von mikrobiellen Kontaminanten im Geflügelschlachtprozess durch Oberflächenbehandlung

Projektbeschreibung

 

Durch Nanobeschichtung von Anlagenteilen der Schlachtstrecke soll die Anheftung von Mikroorganismen reduziert, deren Vermehrung verlangsamt bzw. ihre Ablösung gefördert werden. Im Projekt sollen Materialien der Anlagenteile wie Edelstahl bzw. kleine Teile wie Rupffinger im Ganzen mit Nanomaterialien beschichtet werden. Im Labormaßstab soll dann das Verhalten von Campylobacter, Salmonella und E. coli im Vergleich zu unbeschichtetem Material untersucht werden. Erfolgversprechende Ansätze werden anschließend im Technikmaßstab auf ihre Praxistauglichkeit untersucht.

Laufzeit

2020 – 2023
Ansprechpartnerin Dr. Martin Köthe
Projekt Physikalische Dekontaminationsverfahren zur Keimreduzierung in Gewürzen und Kräutern
Projektbeschreibung In dem Projekt wurde die Eignung von Hochdruck und gepulstem Licht als Dekontaminationsverfahren zur Reduzierung verschiedener Salmonellen-Serovare in Gewürzen und Kräutern (Petersilie und Currypulver) nachgewiesen. Zudem wurde der Einfluss der Technologien auf wertgebende Inhaltstoffe und die sensorische Beschaffenheit der Gewürze untersucht.
Laufzeit 2013 – 2018

Ansprechpartnerin

Dr. Claudia Wiacek
Projekt Einsatz von Infrarot- und gepulsten Lichtsystemen zur Oberflächen-Dekontamination an Teilstücken vom Schwein

Projektbeschreibung

 

Ziel des Forschungsvorhabens war es, Infrarot und gepulstes Licht, als berührungslose und rückstandsfreie kalte physikalische Verfahren, auf ihre Eignung zur Oberflächenentkeimung von Teilstücken des Schweines, exemplarisch für Schwarte und Bauch, zu überprüfen. Neben der festzustellenden Inaktivierungskapazität gegenüber Zoonose- und Verderbniserregern lag ein weiterer Fokus der Untersuchungen auf möglichen sensorischen Veränderungen der Produkte.

Laufzeit

2013 – 2016
Ansprechpartnerin Dr. Claudia Wiacek

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