Die Vorlesung Immunologie im 5. FS bietet einen umfassenden Überblick über den aktuellen Kenntnisstand der immunologischen Forschung und schließt auch wichtige veterinärmedizinische Fragestellungen ein.

Hämolysetest zum Nachweis der Blutgruppenverträglichkeit. Foto: Christoph Baums

Inhalt und Lernziele der Vorlesung Immunologie (28 Std)

In der Vorlesung Immunologie werden wichtige Aspekte der angeborenen und erworbenen Immunität erläutert. Sie umfasst folgende Aspekte:

  • Angeborene Immunität
  • Adaptive humorale Immunität
  • Adaptive zelluläre Immunität
  • Immunantwort gegen Bakterien und Viren
  • Immuntoleranz am Beispiel BVD MD
  • Immunität gegen Pilze und Tumore
  • Immundefekte
  • Leishmaniose Th1 vs Th2
  • Regulatorische T-Zellen und Autoimmunität
  • Immunität im Nervernsystem
  • Typ I und IV Überempfindlichkeit
  • Typ II und III Überempfindlichkeit
  • Immunologische Therapien
  • Virusevasion und Abwehr gegen Mykobakterien (Tuberkulose)
  • Humorale  und zelluläre Bestandteile des Immunsystems wiedergeben können und der angeborenen/adapativen bzw. humoralen/zellulären Immunantwort zuordnen können
  • Die  Bedeutung von Akute-Phase Proteinen als diagnostischer Marker schildern können; die Konsequenzen von Opsonisierung und Komplementaktivierung benennen können (Phagozytose, Lyse)
  • Die Aktivierung von  Immunzellen durch Mustererkennungsrezeptoren schildern können; Abwehrmechansismen der zellulären angeborenen Immunantwort wiedergeben können (NK-Zell-Aktivierung, neutrophil extracellular traps)
  • Definition Blutgruppe wiedergeben können; Testsysteme  für Blutgruppenkompatibilität erläutern können; Entstehung der neonatalen Isoerythrolyse beim Pferd schildern können
  • Die Selektionsprozesse von T-/B-Zellen in den primären lymphatischen Organen schildern können
  • Die Aktivierung von T-/B-Zellen in den sekundären lymphatischen Organen erläutern können. Zirkulation der Immunzellen im Körper beschreiben können
  • Die Wirkungsweisen der angeborenen Immunität (Komplement, Phagozytose, Linksverschiebung, Antigenpräsentation, Chemotaxis) erläutern können
  • Die Aktivierung von T-Zellen durch APC nach Erregerkontakt schildern können
  • Die Struktur und von Antikörpern und Antikörper-vermittelte Mechanismen (Opsonisierung, Komplementaktivierung, Neutralisation, ADCC) wiedergeben können
  • Die Antikörperisotypen bennenen können
  • Entstehung der Antikörpervielfalt sowie Mechanismen der klonalen Selektion, Affinitätsreifung und Klassenwechsel erläutern können
  • Die Bedeutung von immunologischen Gedächtnis für den Impferfolg darlegen können
  • die Grundlagen des Immunsystems beschreiben können: Zellen und Organe, angeborene und erworbene Immunität, humorale und zelluläre Immunität, systemische und mukosale Immunität, primäre und sekundäre Immunreaktionen
  • die Mechanismen der Wirt-Erreger-Interaktion/Infektionsimmunologie erklären können: Erregererkennung und –abwehr, Erreger-abhängige Abwehr (Viren, Bakterien, Protozoen, Metazoen), extra- und intrazelluläre Infektionserreger, Evasionsmechanismen von Infektionserregern, Unterscheidung Infektion vs. Krankheit
  • Diagnostik- und Therapie-relevante Fragen der klinischen Immunologie/Immunpathogenese beantworten können und darauf basierend Differentialdiagnosen und Therapieverfahren aufbauen könnnen (z.B. anti-inflammatorische bzw. immunsuppressive Therapieverfahren: systemische und lokale immunpathologische Manifestationen in Verdauungstrakt, Bewegungsapparat, Respirationstrakt, Nervensystem, Haut (chronisch entzündliche Krankheitsprozesse, Autoimmunität, Allergie, Immundefekte, Immuntoleranz, Überempfindlichkeitsreaktionen)
  • die Grundlagen der Immundiagnostik (serologische Verfahren, zelluläre Tests) benennen und Befundinterpretation für den Tierbesitzer ableiten können ebenso wie daraus resultierende Behandlungsverfahren bei Einzeltieren oder Tierbeständen
  • Gängige Impfverfahren, Impfstoffkomponenten, Impfkalender, Impfleitlinien zu benennen und begründen können.
  • Darüber hinaus sollen die Studierenden durch diese Kenntnisse im Impfgespräch den Tierbesitzer kompetent beraten können

Das Bestehen der Klausur im Fach Immunologie ist Voraussetzung für die Zulassung zu den Prüfungen in den Fächern Bakteriologie/Mykologie, Parasitologie und Virologie.

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